Coelum Stellatum Christianum

Der Jurist und Astronom Julius Schiller veröffentlichte im Jahr 1627 seinen Sternenatlas Coelum Stellatum Christianum. Im Gegensatz zu dem Sternenatlas Uranometria versuchte Schiller einen christlichen Sternenkatalog zu erstellen. Er benannte Sternenbilder um und gestaltete diese mit biblischen Symbolen aus dem Alten und Neuen Testament. Sein Werk erlangte nie große Bedeutung und gilt heute als Kuriosum.

Bundeslade

(Foto: Patrick Waag)      Signatur: S2/Fen V 2 235                                                                   22.11.2019

Bewegte Zeiten

 

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.

 

"In Südpols Schneewüsten"
Südpol

“The Great White Silence“, Großbritannien 1924 (Filmbegleitworte)

Im Oktober 1924 erhielt der Dokumentarfilm „Das große weiße Schweigen – Capt. Scotts Todesfahrt zum Südpol“ seine amtliche Zulassung im „Deutschen Reiche“. Unsere Quellenüberlieferungen geben Einblicke in „Filmgeschichtliches“, wie zum Beispiel zu dem Filmwerk von Herbert Georg Ponting über die tragisch verlaufene Terra-Nova-Expedition in den Jahren 1910 bis 1913.

Signatur: Diakonisches Werk 2192
(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    18.11.2019

Das dritte Geschlecht

Intersexualität ist keine Erscheinung der Neuzeit, sondern schon seit der Antike bekannt. Einen der vielleicht frühsten Einträge einer intersexuellen Person in den protestantischen Kirchenbüchern Bayerns findet man 1605 im Kirchenbuch Nürnberg-St. Lorenz. In einer Nebenbemerkung wird darauf hingewiesen, dass das Neugeborene beide Geschlechtsmerkmale besitzt (im Eintrag auch als Hermaphroditus bezeichnet). Da aber der „natürliche Brunnen“ aus dem weiblichen Geschlechtsteil entsprang, wurde auf Befehl eines Rates, das Kind als Mädchen mit dem Namen Anna getauft. Wie das weitere Leben der Anna verlief ist aktuell nicht bekannt.

Intersexualitaet

(Foto: Patrick Waag)  PfA Nürnberg-St. Lorenz KB  9.5.0001 - 600 - 22  Seite 269               15.11.2019

Warum die Pfarrersköchin den Pfarrhof anzündete

Am 25. August 1907 zündete die 18-jährige Pfarrersköchin den Pfarrhof in Kirchfarrnbach an, in dem auch einige Bewohner ihre Getreidevorräte lagerten. Das sehr hübsche Mädchen, wie die Presse vermerkte, gab an, es wollte sich an der boshaften Pfarrfrau gegenüber rächen.

Das im Zeitungsartikel angedeutete Verhältnis zwischen dem Pfarrer und der Köchin wurde vor Gericht weder vom Verteidiger noch Richter thematisiert.
Das Mädchen wurde dennoch frei gesprochen und der Pfarrer berichtet im Nachgang dem Oberkonsistorium erfreut, dass seine „sittliche Verfehlung“ nicht an die Öffentlichkeit gelangte.

Pfarrerstöchter

(Foto: Patrick Waag)   Signatur: BKA 2.1.0001 - 9193                              12.11.2019

Zum 25-jährigen Todestag von Wilhelm Schlegtendal

Zur Erinnerung an den Nürnberger Architekten Wilhelm Schlegtendal (1906-1994) zeigen wir im November 2019 ein Foto von dem Gebäude, in dem das Landeskirchliche Archiv von 1955-2013 untergebracht war. Das Gebäude in der Veilhofstraße 28 war als Neubau und Archivzweckbau von Schlegtendal geplant worden.

Besuchen Sie unsere Monatsausstellung November 2019 in der Evangelischen Bank, Nürnberg, Königstr. 56-58

Archiv LAELKB

(Foto: Werner Jürgensen; Text: Annemarie Müller M.A.)                    08.11.2019

Reformationstag

Am 31. Oktober gedenkt die evangelische Christenheit des Beginns der Reformationsereignisse, ausgelöst durch Martin Luther. Friedrich Campe veröffentlichte zum 300-jährigen Reformationsjubiläum eine Erinnerungstafel, die Martin Luthers Leben in 8 Schaubildern darstellt.

Luther Leben

(Foto: Patrick Waag) Grafiksammlung unverzeichnet                                  31.10.2019

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.                                                                                                               

Öffentliche Botschaften

                   “Nachtwache“,  BR Deutschland 1949 (Filmplakat)

Durch eindrucksvolle Plakatgestaltungen wurden Lauffilme in den Kirchengemeinden beworben. Auch diese Ausdrucksmittel finden sich als cinématographische Zeitzeugen in unserer archivischen Quellenüberlieferung.                     Signatur: Plakatsammlung 9.7.0005 - 512

(Text: Ingmar Bucher)                                                                   22.10.2019

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.

Wirkungsvolle Naturaufnahmen


“Die weiße Hölle vom Piz Palü“,  Deutschland 1929 (Filmprogrammheft, Korrespondenz)

„Durch Schneestürme, Lawinen und Steinschlag" führen unsere Archivquellen zu dem Bergfilmdrama „Die weiße Hölle vom Piz Palü", welches im Oktober 1929 zu seiner Uraufführung gelangte.

Signatur: Diakonisches Werk 2176                                                                                                                                                                                     16.10.2019  

(Bild und Text: Ingmar Bucher)

Meistersang und Reformation

Der Bestattungseintrag im Sebalder Kirchenbuch über Hans Sachs vom 21.02.1576 täuscht in seiner Kürze über die Wirkung und vielfältigen Tätigkeiten des ehemaligen Meistersängers, Spruchdichters, Dramatikers und Schuhmachers hinweg. Hans Sachs wurde 1494 in Nürnberg geboren, studierte in Innsbruck den Meistersang und war Anhänger von Martin Luthers Reformationsgedanken. Sein Gedicht "Die Wittenbergisch Nachtigall" von 1523 ist eine volkstümliche und allegorische Darstellung von Martin Luthers Lehren.

          

Quelle: PfA Nürnberg-St. Sebald, 9.5.0001 - 34B, S. 91, Nr. 13

(Text: Florian Munzinger)

Pfarrer, Historiker und Kunstkenner

 

In der Monatsausstellung Oktober 2019 zeigen wir anlässlich des 250. Todestag von Pfarrer Andreas Würfel das Werk "Diptycha ecclesiarum in oppidis et pagis Norimbergensibus..." und ein Bild seines letzten Wirkungsortes Offenhausen. 

Besuchen Sie unsere Monatsausstellung in der Evangelischen Bank, Nürnberg, Königstr. 56-58

würfel_offenhausen

Quelle: LAELKB, Fen. IV 4° 652

Literatur: Matthias Simon, Nürnbergisches Pfarrerbuch, Nürnberg 2018 (Nachdruck der Ausgabe von 1965)

(Text: Annemarie Müller M.A)                                          02.10.2019

Bewegte Zeiten

 

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Evangelische Filmarbeit (IV)

Evangelische Filmarbeit IV

Amtliche Zulassungskarten über evangelische Filmproduktionen aus der „Filmprüfstelle München“, „Film-Prüfstelle Berlin“.

Zensurkarten enthalten filmografische Angaben und getroffene Entscheidungen zu den einzelnen „Bildstreifen“. Auch die von der Evangelischen Bildkammer des Landesvereins für Innere Mission produzierten und vorgeführten Filme unterlagen der polizei-behördlichen Filmzensur. Quellen aus mehreren Beständen (u.a.: Pfarramt Nürnberg-Sankt Sebald und Bayerisches Dekanat Augsburg) dokumentieren die evangelische Filmarbeit.

Signatur: Diakonisches Werk 2200
(Bild und Text: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    26.09.2019

Maroldsweisach

Immer wieder trifft man  auch gerade im ländlichen Raum während der Archivpflegefahrten auf wirklich schöne Kirchen. Das Foto zeigt die Kirche in Maroldsweisach, die 2010 renoviert wurde.

Maroldsweisach

(Foto: Patrick Waag)                                                                             19.09.2019

Luther übersetzt das Neue Testament

Vor 495 Jahren, am 21. September 1522 erscheint in Wittenberg das von Luther übersetzte Neue Testament. Das sogenannte "Septembertestament" wird in 3000 Exemplaren gedruckt, die schnell vergriffen waren. Daher erschien bereits im Dezember eine weitere Auflage.

Das Newe Testament Deutzsch.
[Übers. v. Martin Luther. Holzschnitte v. Lukas Cranach d.Ä.]
Wittenberg : [Lotter, Melchior d.J., 1522]
Signatur: D2/ Her 1 /2

Septembertestament

(Foto: Thilo Liebe)                                              13.09.2019

Einweihung der Christuskirche in Steinbühl

Aus der Bildersammlung des Landeskirchlichen Archivs zeigen wir im September 2019 einen kolorierten Stahlstich der Christuskirche in Steinbühl (heute Nürnberg-Christuskirche). Das Bauwerk wurde am 23.09.1894 eingeweiht. Gleichzeitig wurde das Vikariat zur Evang.-Luth. Pfarrei erhoben. Für die ca. 9000 evangelischen Arbeiter und Arbeiterinnen des südlichen Industrievororts der Stadt Nürnberg fanden ab diesem Zeitpunkt Gottesdienste in der Nähe ihrer Wohn- und Arbeitsstätten statt.

Besuchen Sie unsere Monatsausstellung September 2019 in der Evangelischen Bank, Nürnberg, Königstr. 56-58
Christuskirche
(Text: Annemarie Müller M.A.; Foto: Ingmar Bucher)                09.09.2019

Nürnberg-St. Peter

1810 wurde die Pfarrei St. Peter im Südosten der Stadt Nürnberg gegründet. Zwischen 1897 – 1901 wurde die heutige Peterskirche in Nürnberg gebaut. Die kleinere, ältere Kirche wurde in Folge des Neubaus in Peterskapelle umbenannt. Das Bild zeigt eine Bauzeichnung der Kirche Nürnberg-St. Peter um das Jahr 1897, die der Architekt Josef Schmitz entworfen hat.

St-Peter

(Foto: Patrick Waag) Signatur: Plansammlung 9.5.0003 - 10808                                  29.8.2019

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