Stadtverführung

Am vergangenen Wochenende fand das jährliche Großereignis „Stadt(ver)führungen“ in Nürnberg und Fürth statt. Im LAELKB beteiligte sich Daniel Schönwald mit einer Führung unter dem Titel „Eine Evangelische Schatzkiste“. Die über 20 Besucher/-innen konnten einige ausgewählte Zimelien, aber auch Archivalien und Bücher zum diesjährigen Motto „Glücksbringer“ in Augenschein nehmen. Im ersten Augenblick nicht für möglich gehalten, fanden sich hier auch hierzu passende Objekte.

(Text: Dr. Daniel Schönwald)

Sicherer Wegweiser zur Hölle

Wer gerne in die Hölle möchte, sollte sich diesen Wegweiser durchlesen. Geschrieben wurde der Text vom Beelzebub höchst persönlich. Eitelkeit, Hochmut und Faulheit scheinen jedenfalls gute Charaktereigenschaften zu sein, um das Ziel Hölle zu erreichen.

Hölle

(Foto: Patrick Waag;  Signatur: Bibliothek Ros 51/ 6)

Johann Pachelbel

Johann Pachelbel war ein Komponist und Organist, der nach dem julianischen Kalender am 1. September 1653 (entspricht dem 11. September des gregorianischen Kalenders) in Nürnberg-St. Lorenz getauft wurde. Er wirkte ab 1695 in der Sebalduskirche in Nürnberg. Der Taufeintrag beginnt mit dem Kürzel des Pfarrers, das Zeichen, welches wie eine 4 aussieht, entspricht dem Wochentag – also Donnerstag – und enthält weiter den Namen des Vaters und der Mutter. Zudem wird natürlich der Name des Kindes und des Taufpaten genannt. Erst am Ende ist das genaue Datum zu sehen.

Pachelbel
(PfA Nürnberg-St. Lorenz, KB 9.5.0001 - 600 - 24, Seite 437)

Sein berühmtestes Werk ist der Kanon und Gigue in D-Dur.

(Quelle: Wikipedia)

Teile dieser Komposition werden auch noch heute in der modernen Popmusik eingearbeitet. Wie oft uns Pachelbels Melodie im Alltag begleitet hat der Komiker Rob Paravonian in einem komödiantischen Auftritt zusammengefasst.
https://www.youtube.com/watch?v=JdxkVQy7QLM

(Text: Patrick Waag)                                                      11.09.2020

Bewegte Zeiten

 

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.

 

Ein kinematografisches Beispiel zur Verletzung des Persönlichkeitsrechtes
Tennenberg

“Tannenberg“, Deutschland / Schweiz 1932 (Filmplakat)

In der bei Touristen beliebten polnischen Region „Ermland-Masuren“ tobte im August 1914, nahe der Ortschaft Tannenberg, eine erbitterte Schlacht, welche unter dem Synonym „Schlacht bei Tannenberg“ in die Geschichte einging. Da das amtierende deutsche Staatsoberhaupt Paul von Hindenburg (1847–1934), welcher durch den Schauspieler Karl Koerner verkörpert wurde, sich hinsichtlich seiner Persönlichkeit verletzt fühlte, wurden die betreffenden Szenen entfernt.

Signatur: Diakonisches Werk 2211
(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    08.09.2020

Maßnahmen gegen Grippe-Epidemien

Hier wird eine Werbebroschüre von 1934 für ein Medikament gezeigt, das Schutz vor Ansteckung mit dem Grippevirus verspricht. Durch die wirksame, alle Teile der Mund- und Rachenhöhle erreichende Desinfektion verhindert „Formamint“ das Eindringen des Virus in den Körper. Durch 14 000 schriftliche Ärztegutachten wird die Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt.

Werbung formamint

(Text und Scan: Sabine Reichert: Werbebeilage zu „Bayerische Lehrerzeitung“ 15.02.1934; F2/Za 224 68.1934)

Jean Paul

Der oberfränkische Schriftsteller Jean Paul wurde am 21. März 1763 in Wunsiedel geboren und starb am 14. November 1825 in Bayreuth. Sein eigentlicher Name lautet Johann Paulus Friederich Richter. Hier sieht man seinen Taufeintrag:

Taufeintrag
(Signatur: PfA Wunsiedel KB; 9.5.0001 – 570 – 8; Seite 5)

Im LAELKB ist auch ein Brief von Jean Paul an den Philosophen und evangelischen Theologen Friedrich Immanuel von Niethammer überliefert. In ihm dankt er Niethammer für ein wissenschaftliches Werk und nimmt Stellung zur Pädagogik.

Brief

(Foto: Patrick Waag;   Signatur: NL Niethammer, Friedrich Immanuel von; 8.4.0003 – 4 Seite 2 des Briefes mit Unterschrift)   31.08.2020

Bewegte Zeiten

 

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„Auf Wanderschaft“
Wanderschaft

Um Freiheit und Freude“, Deutschland 1927 (Filmplakat)

Als ein „frohes Zeugnis“ zur Geschichte der deutschen evangelischen Jungmännerbewegung zeigt der Dokumentarfilm zeitgenössische Ansichten mit „interessanten Landschafts- u. Meeraufnahmen, alt. Städtebilder, modernes Verkehrsleben“. Der Film wirbt gleichfalls für eine Mitgliedschaft der Jugendlichen im CVJM.

Signatur: Diakonisches Werk 2208
(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    27.08.2020

Verzeichnung des Pfarrarchivs Zirndorf geht ihrem Ende entgegen

Verzeichnung Pfarrarchiv Zirndorf

In der Teilabgabe, die vor dem zweiten Weltkrieg an das Landeskirchliche Archiv abgegeben wurde, finden sich interessante Schriftstücke, die Auskunft über das soziale Leben in der Pfarrei im 17. und 18. Jahrhundert geben. Zu sehen sind Ordnungsarbeiten an einem Aktenfaszikel, der fachgerecht nach Sachthemen geteilt wird. Das Pfarrarchiv Zirndorf umfasst bisher auch die Kirchenstiftungen Zirndorf und Oberasbach sowie drei Lokalschulinspektionen und sechs Armenpflegschaftsräte. Daneben gibt es Schriftgut von kirchlichen Stiftungen und von lokalen Vereinen. Mit dem Ausdruck des Findbuchs und der Veröffentlichung auf der Homepage ist Ende 2020 zu rechnen.

(Text: Annemarie Müller M.A., Foto: Cornelia Mertian)                                                                      25.08.2020

Streit um „Maria Himmelfahrt“

Jedes Jahr am 15. August wird in den katholischen Gebieten Bayerns „Maria Himmelfahrt“ gefeiert, während im protestantischen Franken die Menschen brav zur Arbeit gehen.
Ein kleines Ärgernis für viele Arbeitnehmer in Franken. Aber auch schon 1946 schlug der Feiertag hohe Wellen, jedoch anders als man denken könnte. So gab es damals viele Beschwerden gegen den von der „katholischen Staatsregierung“ angeordneten Staatsfeiertag. Von einem erzwungenen Mitfeiern für die Protestanten war die Rede, und es wurde verlangt, die protestantischen Gebiete von der Regelung auszunehmen.

Beschwerde Maria Himmelfahrt

(Foto: Patrick Waag)      Signatur: LKR 0.2.0003-2326                           18.8.2020

Katalog Schatzkiste

Die Schatzkiste 2020 musste leider Anfang März wegen der Corona Pandemie frühzeitig geschlossen werden. Falls Sie keine Möglichkeit hatten, die Ausstellung zu besuchen, dann können Sie stattdessen unseren Ausstellungskatalog beim Lesepersonal erwerben. Der Katalog enthält auf rund 60 Seiten Fotos sowie Beschreibungen aller Ausstellungsstücke und ist für 4,- € erhältlich.

Schatzkist   12.08.2020

John Brown

John Brown wurde ca. 1810 als Sklave in Virginia geboren. Als er Mitte 30 war, entschied er sich zur lebensgefährlichen Flucht und gelangte mit viel Glück 1850 nach England. Seine Erinnerungen über die Sklaverei und seine Flucht hielt Lois Alexis Chamerovzow fest und veröffentlichte diese in einem Buch, das ebenfalls in deutscher Sprache 1855 erschien.

Titel

(Foto: Patrick Waag; Signatur: LAELKB Bibliothek 8 7001; Digitale Version in der Bayerische Staatsbibliothek)             05.08.2020

Bewegte Zeiten

 

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Sachsens Glanz & Bayerns Gloria

Sachsen Glanz und Bayerns Gloria

“Luther auf der Feste Koburg“, Deutschland [1930] (Lichtbilderserie)

Mit dem 1. Juli 1920 trat der Freistaat Coburg, welcher 1918 nach der Auflösung des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha entstand, dem Freistaat Bayern bei. Ausschlaggebend war hierbei ein vorangegangener Volksentscheid im Jahre 1919.

Signatur: Audiovisuelle Medien 9.2.0005 - 483
(Bild und Text: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    24.07.2020

Bewegte Zeiten

 

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Überleben auf dem Packeis

Packeis

“Das weiße Geheimnis ; Die heldenhafte Rettung der Nobile-Expedition“, UdSSR 1928 (Filmwerbung)

In einer international angelegten Such- und Rettungsaktion, welche durch einen Funkspruch ausgelöst wurde, erreichte der sowjetische Eisbrecher „Krassin“ am 12. Juli 1928 die Überlebenden der Nordpol-Expedition des Polarforschers Umberto Nobile. Verschiedene Filmzeugnisse berichten von den dramatischen Ereignissen.

Signatur: Diakonisches Werk 2208
(Bild und Text: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    16.7.2020

Kirchlich-soziale Blätter von 1927

„Aktion zur Linderung der Bettennot“ Aufruf der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Linderung der Großberliner Wohnungsnot an die Bevölkerung.
Mit der Bettensteuer sollte für alleinstehende Frauen und Mädchen mit ihren Kindern ein Heim zum Leben geschaffen werden, in dem sie in der arbeitsfreien Zeit ihre Kinder betreuen konnten. Mit einem Werbeflugblatt wurde für diese Aktion geworben. Nun fragten sich die Leute, was aus der Bettensteuer geworden ist.

Das unten gezeigte Flugblatt gibt die Antwort.

Bettsteuer

Öffnung des Archives

Ab dem 1. Juli 2020 ist das LAELKB wieder zu den üblichen Öffnungszeiten für alle Forscher und Forscherinnen geöffnet. Voranmeldung ist nicht erforderlich. Im Archiv besteht Maskenpflicht, die Mindestabstände (1,5 m) sowie die Husten-Nies-Etikette müssen beachtet werden.

Lesesaal

(Foto: Patrick Waag)                                                          30.06.2020

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