Reaktionen auf die Ermordung von Ministerpräsident Kurt Eisner

Der Münchner Pfarrer Wilhelm Rüdel nahm die Ermordung Kurt Eisners zum Anlass, in seiner Predigt vom 23. Februar 1919 in der Erlöserkirche in Schwabing gegen das Blutvergießen und für ein friedvolles Miteinander der verschiedenen Parteien einzutreten. Sein handschriftliches Manuskript der Predigt über 2. Korinther 12, 1-9 befindet sich im Landeskirchlichen Archiv.

Besuchen Sie unsere Monatsausstellung Februar 2019 in der Evangelischen Bank, Nürnberg, Königstr. 56-58
Predigt zur Ermordung Kurt Eisner
(Text: Annemarie Müller M.A.;  Scan: Ingmar Bucher)                            01.02.2019

Feldpost

Während der Weltkriege sammelten und verwahrten viele Pfarrer Feldpostbriefe. Diese sind teilweise bis heute in den Pfarrarchiven enthalten und im LAELKB einsehbar.
Die Auswahl der Feldpostkarten aus Obernzenn während des 1. Weltkrieges zeigen unter anderem das Lazarett Ludwigsfeld und die Burg in Nürnberg sowie eine Karte mit französischen Motiven.

Feldpost
Signatur: PfA Obernzenn 287                                                         30.1.2019

Tuberkulose

Im Jahr 1925 brachten das Reichsgesundheitsamt und das Reichsarbeitsministerium Richtlinien zur Eindämmung der Tuberkulose unter dem religiösen Krankenpflegepersonal heraus. Hier wurde unter anderem festgelegt, dass das Krankenpflegepersonal mindestens 7 Stunden Nachtruhe, eine Pause von 1 – 2 Stunden und einen Erholungsurlaub von mindestens 3 Wochen erhalten soll sowie eine eiweiß- und fettreiche Nahrung.

Plakat vom Deutschen Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose

Signatur: LKR  0.2.0003 - 78                                                                    23.1.2019

David gegen Goliath

Der Holzschnitt aus der Werkstatt von Lucas Cranach d. Ä. aus dem von Luther übersetzten Alten Testament (Wittenberg 1523/24) zeigt die biblische Szene David gegen Goliath.

David gegen Goliath

Signatur: D2/ Her 2                                                                 15.01.2019

Handschrift von Phillip Melanchthon

Auf der linken Seite ist ein wiederentdeckter handschriftlicher Eintrag von Philipp Melanchthon zu sehen. Leider ist die griechische Inschrift jedoch unvollständig.

Melanchton Handschrift

Signatur: D2 /Or 47                                                              09.01.2019

500. Todestag Kaiser Maximilian I.

Kaiser Maximilian I. (1459-1519) bestätigte im Jahr 1518 das Bestattungsverbot der Stadt Nürnberg im innerstädtischen Bereich. Aus diesem Grund wurde in Nürnberg der St.-Rochus-Friedhof neu errichtet. Im Januar 2019 zeigen wir zum Gedenken an den 500. Todestag Kaiser Maximilian I. einen Plan des St.-Rochus-Friedhofes als Archivale des Monats Januar.

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Rochus Friedhor
(Text: Annemarie Müller M.A.;  Scan: Ingmar Bucher)                          04.01.2019

Bewegte Zeiten

 

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.

 

Festmusik mit moderner und variantenreicher „Instrumentierung“
Weihnachtsmusik

“Weihnachtliche Renaissancemusik : Aus Nürnberger Handschriften“, BR Deutschland 2013

Unter Aufsicht des musikalisch gut gerüsteten ehemaligen Dresdner Kapellknaben Friedrich Lindner (1542 – 1597) entstand die „für den gottesdienstlichen Gebrauch“ an der Nürnberger-St. Egidienkirche handschriftlich angelegte Chorbuchsammlung. Teile dieses originalen Zeitzeugnisses befinden sich im LAELKB. Durch den Nürnberger Egidienchor wurde eine Auswahl dieser im 16. Jahrhundert zu Weihnachtsgottesdiensten „erklungenen“ Werke neu arrangiert.

Signatur: Audiovisuelle Medien 9.2.0004 - unverzeichnet
Bibliothek B1/ 8 5926
(Bild und Text: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    14.12.2018

Augustinerkloster Nürnberg

Die Radierung von Pfarrer Ferdinand Lösch zeigt Gebäude des Augustiner-Klosters kurz vor dem endgültigen Abbruch im Mai 1872. Heute erinnert nur noch eine Erinnerungstafel am Parkhaus „Hauptmarkt“ an das Augustinerkloster.

Augustinerkloster Nürnberg
Grafiksammlung  17, 107a                                                                            12.12.2018

Sebaldus Grab

Peter Vischer und seine Nürnberger Gießwerkstatt schufen das Sebaldusgrab von 1507 – 1517. In unregelmäßigen Abständen wird das Grab geöffnet und überprüft. Aus dem Protokoll im Jahre 1855 geht hervor, dass in zwei Laden die Gebeine des Heiligen Sebalds von Nürnberg in seidenen Tüchern mit roter Farbe und mit „schwärzlicher“ Farbe umwickelt sind. Auf einem beiliegendem Pergament wurden alle Öffnungen des Grabes notiert. Das Grab wurde nochmals 1932 und 1955 geöffnet.
Sebaldusgrab

(Foto: Patrick Waag)                                              07.12.2018

Von den Konsistorien zu den Kirchenkreisen

Die Bestände „Bayerisches Konsistorium Ansbach“ und „Bayerisches Konsistorium Bayreuth“ zählen zu den wichtigen Quellen für die bayerische Kirchengeschichte, die im Landeskirchlichen Archiv verwahrt werden. Die beiden Konsistorien wurden am 15.12.1818 als staatliche Mittelbehörden errichtet und bestanden über 100 Jahre bis über das Ende der Monarchie hinaus. Mit der Verordnung vom 28.01.1920 wurden sie als Staatsbehörden aufgelöst. Die Kirchenverfassung, die am 01.01.1921 in Kraft trat, teilte die Evang.-Luth. Kirche in Bayern nicht mehr in Konsistorialsprengel sondern in Kirchenkreise ein.

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Konsistorien

(Scan: Ingmar Bucher   Text: (Text: Annemarie Müller M.A.)       04.12.2018

Das LAELKB auf der Landessynode

In Garmisch-Patenkirchen versammelte sich vom 25. bis 29. November 2018 die Landessynode. Auf dieser konnte Frau Dr. Schwarz unter anderem die fertig gestellten Findbücher der verzeichneten Bestände, Landessynode und Landessynodalausschuss, feierlich vorstellen und überreichen. Aber auch andere besondere Archivalien wurden bei dem Stand des LAELKBs präsentiert.

Die Findbücher zu unseren Beständen können Sie online unter dem folgenden Link einsehen: https://www.archiv-elkb.de/findmittel

(Quelle: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/landessynode-bayern/kultur/landeskirchliches-archiv-erleichtert-recherche-ueber-findbuecher ein Artikel von Rieke C. Harmsen)

                                                                                  29.11.2018

Archivschatz

Wenn Archivare über Schätze reden, meinen sie meist besondere Schriftstücke und seltene Zeugnisse, die geschichtsträchtige Ereignisse überliefern und dokumentieren. Tief verborgen in den Magazinen des LAELKB findet man aber tatsächlich auch zwei Goldmünzen.

Links ein Goldgulden aus Brandenburg – Ansbach um das Jahr 1497, geprägt in Schwabach
Rechts eine Dukatenkippe  aus Nürnberg um das Jahr 1700, geprägt in Nürnberg
Gulden

Signatur: Münzsammlung G1/23 und G1/24                                     27.11.2018

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