Chronik

Hier finden Sie alle Meldungen und Beiträge des Landeskirchlichen Archivs der ELKB.
PC-Arbeitsplatz in Vorbereitung auf den Lesekurs
Bildrechte LAELKB, Foto: Karin Eckardt

Das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern bietet auch in diesem Jahr in bewährter Weise Online-Lesekurse an. 

Schwerpunkte sind Kirchenbuchtexte des 18. und 19. Jahrhunderts. Dazu werden zwei Kurse angeboten, die jeweils an vier aufeinanderfolgenden Donnerstagen stattfinden. Die Kurse richten sich an Forschende und ARCHION-Benutzende.

Hier finden Sie die Übersichten beider Kurse:

Interesse geweckt? Dann melden Sie sich an unter der E-Mail-Adresse Annemarie.Mueller@elkb.de.

Ein typischer Gang durch die Rollregale in einem Magazin des LAELKB
Bildrechte LAELKB, Foto: Celine Dürr

Ein Blick hinter die Kulissen

Das LAELKB möchte seinen Nutzenden einen Blick hinter die Kulissen – also in die Magazine, die zur Aufbewahrung des Archivguts dienen – ermöglichen. Lassen Sie sich durch das Haus führen!

Das Angebot besteht am

- 8. Mai 2025 um 18 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos.

Die ersten beiden Seiten der Schlussrede des Religionsgesprächs von Andreas Osiander
Bildrechte LAELKB, Foto: Marcel Luitjens

Osianders Schlussrede auf dem Nürnberger Religionsgespräch im März 1525

01.03.2025, Recherche und Text: Dr. Friedhelm Gleiß

Man könnte annehmen, dass sich im LAELKB sehr viele Unterlagen zur Einführung der Reformation in den verschiedenen Territorien des heutigen Bayern befinden. Dies ist allerdings nicht der Fall, da die Durchführung der Reformation wesentlich durch die jeweiligen Landesherren erfolgte („landesherrliches Kirchenregiment“). 

Detailansicht der Initiale mit dem Abbild des Sebaldus der Sebalduslegende
Bildrechte LAELKB, Foto: Celine Duerr

Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Heiligsprechung von Sebaldus im Jahr 1425 bietet die Kirchengemeinde St. Sebald in Zusammenarbeit mit der Bauhütte St. Sebald Nürnberg e.V. eine Reihe von Veranstaltungen an. Den Beginn macht Dr. Arnold Otto, der Leiter des Stadtarchivs Nürnberg, am 23.01.2025 mit dem Vortrag "St. Sebald, oder wie der Nürnberger Stadtpatron ein Heiliger wurde".

Eine Übersicht der Veranstaltungen finden Sie hier:

Das LAELKB verwahrt die zentrale Quelle zum heiligen Sebald in seinen Beständen: die unikal überlieferte Sebalduslegende "Czu den zeiten". Diese wurde bereits im letzten Jahr als Archivale des Monats Oktober vorgestellt. Weiterhin finden sich auch Hinweise zu Sebald in der größten volkssprachigen Heiligenlegendensammlung "Der Heiligen Leben", die um 1400 in Nürnberg geschrieben wurde. Damit ist die im LAELKB verwahrte Sebaldusüberlieferung aber noch nicht erschöpft. Weitere Sebaldustexte sowie andere bedeutende Zeugnisse Nürnberger Kulturgeschichte sind Teil des Bibliotheksbestands des LAELKB.

Gefälschte Ablassurkunde aus Emskirchen 1379
Bildrechte LAELKB, Foto: Celine Duerr

Die gefälschte Ablassurkunde von 1379

01.02.2025, Recherche und Text: Cedric Dütsch B.A.

Im März 2025 jährt sich das Nürnberger Religionsgespräch von 1525 zum 500. Mal: Vertreter der lutherischen und altgläubigen Seite debattierten über zentrale Glaubensfragen, was schließlich zur Einführung der Reformation in Nürnberg führte. Einer der Kernpunkte dieser Diskussion war die Kritik an der Ablasspraxis, die Martin Luther schon 1517 in seinen 95 Thesen scharf verurteilte.

Porträtgrafik von Daniel Wülfer
Bildrechte LAELKB, Bildlegende s.u.

Eine Porträtgrafik mit dem Geistlichen Daniel Wülfer

01.01.2025, Recherche und Text: Dr. Iris Carstensen

Nürnberg war nicht nur Verlagsort, sondern neben Augsburg auch eines der wichtigsten Zentren für Porträtgrafik im Alten Reich. Die evangelische Geistlichkeit griff dieses Ausdrucksmittel gern auf, um damit neben ihren Schriften Bekanntheit und Andenken zu prägen. Geistliche waren Auftraggeber, Empfänger, Sammler, Katalogisierer. Einzelne versuchten sich selbst als Künstler.

Titelblatt des Liederhefts
Bildrechte LAELKB, Foto: Celine Dürr

Liederheft „Alte und neue Weihnachtslieder“

01.12.2024, Recherche und Text: Celine Dürr und Marcel Luitjens

„Alle Jahre wieder“, „O du fröhliche“ und „Macht hoch die Tür“ sind nur wenige der allseits bekannten Klassiker, die jedes Jahr in der Weihnachtszeit gesungen werden. Da in den Gesangbüchern für den Gottesdienst Weihnachtslieder nur vereinzelt zu finden sind, wurden oftmals spezielle Liederhefte für die Weihnachtszeit gedruckt, um die Beliebtesten gebündelt an einer Stelle zu haben.

Im Sommer 2022 wurde die gemeinsame Ausstellung des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und des Staatsarchivs Nürnberg „Akt und Gesangbuch. Kirche und Staat in Mittelfranken“ gezeigt. Sie bildet die Grundlage der aktuellen Wanderausstellung. Seit 2022 wurde diese in mehreren Institutionen ausgestellt. Ihre letzte Station fand sie am 17. November 2024 in der Stadtkirche St. Kilian in Bad Windsheim.

Der Einband des Grabstättenbuchs St. Johannis.
Bildrechte LAELKB, Foto: Marcel Luitjens

Grablegebuch (KV. 1 1-500, mit Register, 1643-1836)

01.11.2024, Recherche und Text: Frauke Lyckhoff, Celine Dürr und Marcel Luitjens

Der Kirchenpfleger Lukas Friedrich Behaim (1587-1648) ordnete im Jahr 1643 das Anlegen von Grablegebüchern für den St. Johannis- und den St. Rochusfriedhof in Nürnberg an. Er war gerade frisch ins Amt gekommen und hielt diese Aufgabe für nötig, um die Grabrechte – sowohl von Einheimischen als auch von Zugezogenen – besser prüfen zu können.

Titelseite des geöffneten Kettenbuchs der Sebalduslegende
Bildrechte LAELKB, Foto: Celine Dürr

Die Sebalduslegende

01.10.2024, Recherche und Text: Cedric Dütsch B.A.

Im Jahre 1425 wurde die Heiligkeit des Nürnberger Stadtpatrons, Sankt Sebald, durch Papst Martin V. anerkannt. Die Bürger Nürnbergs forderten daraufhin eine moderne Fassung der Vita ihres Heiligen in der Volkssprache. Vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts lag schließlich die hier vorgestellte Sebalduslegende „Czu den zeiten“ in einer mit Holz gerahmten Prachthandschrift öffentlich in der Nähe des Sebaldusgrabes aus.

Portrait von Pfarrer Hermann Clauß
Bildrechte LAELKB, Urheber unbekannt.

Umfrage über den Stand der bayerischen Kirchengeschichte, 1919/1920

01.09.2024, Recherche und Text: Annemarie Müller M.A.

In diesem Jahr feiert der Verein für Bayerische Kirchengeschichte sein 100-jähriges Jubiläum. Ein Akt im Landeskirchlichen Archiv verrät jedoch, dass die Auseinandersetzung mit der Kirchengeschichte bereits einige Jahre vorher begann.

Prof. Dr. Keller, Vorsitzender des Vereins, während der Moderation
Bildrechte LAELKB, Foto: Dr. Alexandra Lutz

09.07.2024, Autor: Marcel Luitjens

Am 5. und 6. Juli feierte der Verein für bayerische Kirchengeschichte im Landeskirchlichen Archiv sein 100. Jubiläum. 1924 begann die Geschichte des Vereins mit einem Aufruf zur Gründung. An dieses Ereignis erinnerten nicht nur der Vorsitzende des Vereins, Herr Prof. Dr. Keller, in seiner Begrüßung, sondern auch zahlreiche weitere Referentinnen und Referenten.

03.07.2024, Autor: Marcel Luitjens

Am kommenden Freitag und Samstag feiert der Verein für Bayerische Kirchengeschichte im LAELKB sein 100-jähriges Bestehen mit einem Festakt und einem vielfältigen Vortragsprogramm. Thematisiert werden u.a. die Reformation, Reichsstädte und Bauernkrieg, Kirchenverfassung und staatskirchenrechtliche Verträge.

Nachdem bereits seit dem Jahr 1883 ein zunehmendes Interesse zur Erforschung der Kirchengeschichte Bayerns herrschte, gab es im Jahr 1924 einen Aufruf zur Gründung eines Vereins für bayerische Kirchengeschichte. Bereits ein Jahr später, am 21. Juli 1925, fand die erste Jahrestagung in Rothenburg ob der Tauber statt. Bis heute wird diese Tradition der alljährlichen Tagung fortgeführt. 

Das Programm finden Sie hier:

Die wesentlichen Kernaufgaben des Vereins sind die regelmäßige Veröffentlichung der „Zeitschrift für Bayerische Kirchengeschichte (ZBKG)“, die Herausgabe einer wissenschaftlichen Buchreihe „Arbeiten zur Kirchengeschichte Bayerns (AKGB)“ und die Veranstaltung der Jahrestagungen, die dem Zweck des wissenschaftlichen Austauschs dienen. 

Ausgebucht Stempel auf dem Bild für die Lesekurse
Bildrechte LAELKB, Foto: Karin Eckardt

Das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern veranstaltet im Jahr 2024 in bewährter Weise Kurse zum Lesen alter deutscher Schriften.

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt fünf, die maximale Teilnehmerzahl 15 Personen. Für den Kurs sind eine verbindliche Anmeldung sowie Mikrofon und Lautsprecher am PC erforderlich.

Hier finden Sie die Jahresübersicht für das Jahr 2024: 

Interesse geweckt? Dann melden Sie sich bitte an unter der E-Mail-Adresse archiv@elkb.de oder Annemarie.Mueller@elkb.de.